Verein für extensive Robustrinderhaltung an der Rantzau e.V.

                                                                  

Vera´s Hauptweideflächen, VERA 1 und VERA 2 genannt, Auf der Karte unter diesem Text ist der Stammplatz VERA 1 ausgewiesen. Hier sind ca. 11 Hektar zusammenhängend für die Weidemonate April bis Oktober vorhanden, im Winter reduziert sich diese Fläche aufgrund der Richtlinien auf ca. 2 Hektar.

Weitere Sommerweiden stehen zur Verfügung, genutzt wird derzeit VERA 3 (am ehemaligen Bahndamm gelegen).

VERA 4 an der Spurbahn Winseldorf in Richtung Kollmoor mit ca. 4 Hektar dient der Winterbeweidung.

Für VERA gibt es also reine Sommerweiden und Winterweideflächen. Entsprechend werden die Galloways zu den Umweidungszeiten verteilt. Im Rahmen des Renaturierungszieles sind möglichst hohe Abbissziele bei den Sommerweiden zu erreichen, während im Winter eine möglichst geringe Zahl der Tiere pro Hektar auf den Winterweiden angestrebt werden muss.

Entlang der Rantzau besteht ein Schutzgebiet (FFH, Natura 2000). Dies erlaubt keine Winterbeweidung und auch keinerlei Düngung oder Zufütterung auf diesen Flächen.

Zur Winterfutterherstellung verfügt VERA auch über Flächen, die hierfür ausschließlich genutzt werden. Die Gesamtfläche liegt derzeit bei 37 Hektar (Stand: 01.2018). Einzelheiten können aus den Weidemanagement-Berichten entnommen werden. Bei Interesse bitte den linken Menübereich hierzu auswählen.


Mit einer kleinen Herde von 13 Galloway-Rindern hat der Verein im April 2015 mit der Tierhaltung begonnen. Diese Rasse gilt als Robustrind und ist für unsere Flächen am besten geeignet. Sie zeichnet sich insbesondere durch Beibehaltung der natürlichen Instinkte und starke Widerstandskraft aus. Die breiteren Hufe sind besser für die Feuchtweiden geeignet. 

Hier ein Bild der Vereins-Tiere. Weitere sind in den Galerien (Menüleiste) zu sehen. Bewusst wurden unterschiedliche Farbtypen bei unseren Galloways ausgewählt. Die ersten schwarzen Kälber stammen von weißen Tieren, das weiße Kalb von der braunen Mutter. Man erkennt sofort das interessante Farbenspiel.



Sofern weitere Flächen hinzugepachtet werden können, wird die Anzahl der Rinder durch den Nachwuchs an Jungtieren erhöht werden. Tierschutz und Tierwohl geht den Renaturierungszielen stets vor. Auch muss das Organisieren der notwendigen Tiertransporte zu den Umweidungsterminen im machbaren Rahmen verbleiben.

Tierbestand 01.2018:     23 Tiere inkl.Kälber

Von Artenvielfalt bei den Weidepflanzen kann man derzeit noch nicht sprechen. Jedoch sind bereits deutliche Verbesserungen durch den Einsatz der Naturpfleger (unsere Galloways) erkennbar. Hier kann sich VERA auf die intensive Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Botanik im Heimatverband für den Kreis Steinburg stützen. Diese Form der Zusammenarbeit ist in Schleswig-Holstein einmalig.

Regelmäßige Exkursionen auf den Flächen können Interessierte nutzen, um über die Entwicklungen informiert zu werden. Statistische Erfassungen und regelmäßige Foto- und Luftbilddokumentationen belegen die Veränderungen auf den Flächen. Ein wirklich interessantes Projekt.


VERA strebt nach enger Zusammenarbeit mit Landwirten aus der Region. Dies dient dem Ausleihen benötigter Maschinen (Tiertransporte) sowie der Futtermittelproduktion. Trotz aller gemeinnütziger und gemeinschaftlicher Aktivität kann dies VERA aus der Mitgliederschaft und den freiwilligen Helfern zurzeit nicht selbst leisten. Die Kooperation mit der hiesigen Landwirtschaft führt auch zu besserem Informationsaustausch hinsichtlich der unterschiedlichen Zielrichtungen zwischen reinen landwirtschaftlichen Betrieben und unseren Satzungsaufgaben. Nur gemeinsam sind die Renaturierungen entlang der Rantzau auf Dauer nachhaltig erzielbar. Unsere feuchten und damit schwierigen Flächen sind glücklicherweise für eine reine landwirtschaftliche Nutzung uninteressant. VERA steht damit nicht in Konkurrenz zu den Landwirten der Region sondern hilft bei der Durchführung von Naturschutzmassnahmen, die nur sehr schwer in der reinen Landwirtschaft bewältigt werden können. Dies kann nur durch unser gemeinnütziges Engagement und über öffentliche Förderungen erreicht werden.